verwaltung.hessen.de - Impressionen 2. Tag
HessenmarkeHessisches Ministerium des Innern und für Sport

Zweiter Messetag betrachtete E-Government aus kommunaler Perspektive

Das Bühnenprogramm am 2. März wurde maßgeblich von der ekom21, dem kommunalen IT-Dienstleister aus Hessen, gestaltet. Die ekom21 zeigt als Mitaussteller am E-Government-Stand des Landes Hessen, welche Themen die Kommunen aktuell bewegen: Die Vorträge reichten von „Mehr Flexibilität und Sicherheit durch Clientvirtualisierung im Öffentlichen Sektor“ über das elektronische Ordnungswidrigkeitsverfahren owi21 bis hin zu Chancen für Analyse- und Steuerungssystemen in Kommunen – trotz angespannter Haushaltslage. In einem Round Table wurden die technologischen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an eine moderne Software-Suite für Zulassungsbehörden aus Kunden-, Behörden- und Anbietersicht diskutiert. Teilnehmer waren Dr. Jörg Oltrogge (Geschäftsführer des LBV – Landesbetrieb Verkehr Hamburg), Dr. Lutz Gollan (Landesbetrieb Verkehr Hamburg), Sven Spiegel (Stadt Frankfurt am Main), Ulrich Künkel (Geschäftsführer ekom21) und Dr. Johann Bizer (Vorstand Lösungen, Dataport).

Gifford und Künkel starten den neuen Internetauftritt der ekom21
Gifford und Künkel starten den neuen Internetauftritt der ekom21

Gleich zu Beginn des zweiten Messetages erwies sich Angelika Gifford (Leiterin des Geschäftsbereichs Public Sector bei der Microsoft Deutschland GmbH) die Ehre und setzte gemeinsam mit Ulrich Künkel (Geschäftsführer ekom21),  den neuen Internetauftritt der ekom21 (www.ekom21.de) produktiv.

Westerfeld, Dr. Merx, Batt, Benz und Kleinemeier zur Qualifizierten Digitalen Signatur
Westerfeld, Dr. Merx, Batt, Benz und Kleinemeier zur Qualifizierten Digitalen Signatur

Im Anschluss wurde über die neuen Chancen diskutiert, die der neue Personalausweis für zukünftige Geschäftsprozesse im Internet bietet. Unter dem Titel „Die Zukunft startet online – unterschreiben mit dem neuen Personalausweis“ zeigten die Experten die Möglichkeiten auf, die sich mit elektronischem Personalausweis, Signatur und Unterschriftfunktion eröffnen: Staatssekretär Horst Westerfeld, Dr. Matthias Merx (Bereichsleiter Trusted Solutions bei der Bundesdruckerei GmbH und Geschäftsführer D-TRUST, Peter Batt (Ständiger Vertreter des IT-Direktors im Bundesministerium des Innern), Günther Benz (Amtschef des Innenministerium Baden-Württemberg und Systembeauftragter des Landes Baden-Württemberg und Vorsitzender des IT Planungsrates) und Michael Kleinemeier (Deutschlandchef SAP).

Bisher dauert der Antragsprozess für eine digitale Signatur im Schnitt fünf bis zehn Arbeitstage. Die Daten des Anwenders müssen dabei erst digital und nach einem persönlichen Identifikationsvorgang per Post bei einem akkreditierten sogenannten Trustcenter eingehen. Erst dann dürfen sie bearbeitet werden.

Mit dem neuen Personalausweis lässt sich dieser Prozess deutlich verkürzen, wie die auf der CeBIT vorgestellte Lösung zeigt. Um innerhalb von Minuten eine Qualifizierte Elektronische Signatur(QES) beantragen und nutzen zu können, muss sich der Anwender online mit seinem neuen Personalausweis authentifizieren. Die Daten gehen verschlüsselt direkt an ein Trustcenter, wie beispielsweise das der Bundesdruckerei unter dem Namen „D-Trust“. Dort wird umgehend ein Zertifikat erstellt und dieses über eine angepasste Version der „AusweisApp“ zurück auf den Personalausweis gespielt.

Lesegerät für den neuen Personalausweis (Beispiel)
Lesegerät für den neuen Personalausweis (Beispiel)

In der Online-Antragstellung des Einheitlichen Ansprechpartners Hessen kann die QES dazu genutzt werden, Dokumente und Formulare mit Schriftformerfordernis rechtsverbindlich zu signieren.

Westerfeld betonte, dass der neue Personalausweis zu vollständig digitalen Prozessen in Internet führe, und Bürgern und Unternehmen damit mehr Service und höhere Effizienz geboten werde. Die gefundene Kombination aus Hard- und Software werde für einen Schub in der Nutzung der Signatur sorgen. Batt geht davon aus, dass eine Vielzahl von Anwendungen für den neuen Personalausweis dazu führen wird, dass mit niederschwelligen Angeboten eine hohe Nutzungsattraktivität geschaffen werden kann. Benz ergänzte, dass das neue Zertifikat im Sinne der IT-Strategie des Bundes uneingeschränkt zu begrüßen sei, da es Bürgern und Unternehmen elektronische Geschäftsprozesse näher bringe.

Reger Andrang beim Kommunaltag und den Podiumsdiskussionen
Reger Andrang beim Kommunaltag und den Podiumsdiskussionen

Im Anschluss betrachteten Dr. Annette Schmidt (Hessisches Ministerium des Innern und für Sport, Leitung Stabsstelle CIO), Achim Tobiasch (Service-Center Stadt Frankfurt am Main), Ulrich Künkel (Geschäftsführer ekom21), Martin Wicke (Bundesministerium des Innern) und Dr. Joachim Benedix (Amtsleiter Personal- und Organisationsamt, Stadt Kassel) „D115 – Ein Jahr im Echteinsatz“. In ihrem Rückblick waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass die Behördenrufnummer 115 sowohl für mehr Qualität für die Anrufer sorge als auch eine gute Wirtschaftlichkeit für die Verbundteilnehmer biete. Dr. Schmidt erläuterte, dass der Aufwand für die Beantwortung von Bürgerfragen auf Behördenseite sinke, da Anrufer in vielen Fällen direkt eine qualifizierte Antwort erhielten. Daraus, so Wicke, resultiere die höhere Qualität für den Anrufer. Die 115 arbeite nicht mehr ansprechpartner-, sondern anliegenbezogen, so dass zusätzlich eine höhere Erreichbarkeit gewährleistet werden könne.

Der Hauptpersonalrat des Hessischen Ministeriums für Justiz, Integration und Europa besucht den Messestand
Der Hauptpersonalrat des Hessischen Ministeriums für Justiz, Integration und Europa besucht den Messestand


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CeBIT-Programm_2011.pdf
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