verwaltung.hessen.de - Impressionen 1. Tag
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Erfolgreicher Messeauftakt für Hessen E-Government

Die CeBIT 2011 ist für die hessischen E-Government-Projekte gut gestartet. Der gut besuchte Messestand erwies sich gleich am ersten Tag als Publikumsmagnet mit interessanten Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Das Land Hessen zeigt in 29 Projekten und gemeinsam mit 20 Partnern, wie moderne Verwaltungsarbeit aussieht. Damit nutzt die Hessische Landesverwaltung die CeBIT insgesamt das achte Mal als Plattform, um sich auszutauschen und der Öffentlichkeit seine Fortschritte in Sachen E-Government zu präsentieren.

Nach traditioneller Begrüßung durch den „Hausherrn“ Staatssekretär und CIO Horst Westerfeld folgte das erste Bühnengespräch mit Marcus Sütterlin, Bundesprojektleiter von VEMAGS, dem größten internetbasierte Online-Genehmigungsverfahren Europas für Großraum- und Schwertransporte der 16 Bundesländer und des Bundes. Anlass war der 500.000 Antrag, der über das preisgekrönte System gestellt wurde.

CIO Westerfeld lässt sich die aktuellen Kennzahlen von VEMAGS zeigen.
CIO Westerfeld lässt sich die aktuellen Kennzahlen von VEMAGS zeigen.

Weiter ging das Bühnenprogramm mit dem Startschuss für KATWARN, dem Warnsystem für alle Gefahrenfälle. Das vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik entwickelte System wurde dem Publikum gemeinsam von Staatssekretär Westerfeld und dem stellvertretenden  Institutsleiter aus Dortmund, Dr. Wolfgang Deiters, vorgestellt. In einer Live-Schaltung in die Feuerwehr Frankfurt wurde die Pilotphase offiziell eingeläutet. Das System wird mit Unterstützung der Sparkassen Versicherung in Frankfurt angeboten und getestet. Das System bündelt verschiedene Warnmeldungen und leitet diese per E-Mail und SMS an den betroffenen Personenkreis weiter. Damit kombiniere es die beiden Aspekte Bürgerservice und Bürgersicherheit in vorbildlicher Art und Weise, betonte Westerfeld in seiner Einschätzung.

Dr. Wolfgang Deiters und Horst Westerfeld bei der Live-Schaltung nach Frankfurt.
Dr. Wolfgang Deiters und Horst Westerfeld bei der Live-Schaltung nach Frankfurt.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle besuchte ein Exponat am hessischen Hochschulstand TTN-Hessen.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle besuchte ein Exponat am hessischen Hochschulstand TTN-Hessen.


Am späteren Nachmittag diskutierte Westerfeld mit Jürgen Häfner (CIO Rheinland-Pfalz) und Michael Maier (Vizepräsident IBM Deutschland), über mobiles Government. Laut Westerfeld müsse die Verwaltung nicht nur auf Kostendruck reagieren, sondern vor allem auf mobil vernetzte Bürger und Unternehmen reagieren. Mit mobilen Endgeräten und Anwendungen können Verwaltungsprozesse und Kommunikationsprozesse mit der Verwaltung vereinfacht, beschleunigt und effizienter gemacht werden. In Rheinland-Pfalz werden traditionell mobile Arbeiten, wie zum Beispiel im Forstbereich, bereits durch entsprechende Anwendungen unterstützt. So ist etwa ein Artenfinder zum Bestimmen von Tier- und Pflanzenarten als App verfügbar. Eine möglich strategische Ausrichtung sieht Häfner etwa in der Entwicklung eines App-Stores für die Verwaltung. Maier betonte, dass durch die Virtualisierung interner Arbeitsumgebungen alle Endgeräte und damit auch Betriebssysteme eingebunden werden müssen, um eine größtmögliche Akzeptanz zu erreichen. Synergieeffekte ließen sich laut Häfner durch Kooperationen, wie etwa im gemeinsamen Ausweichrechenzentrum von Rheinland-Pfalz und Hessen herstellen. Damit biete die Informationstechnologie ein großes Potenzial für Kosteneinsparungen. Westerfeld betonte, dass sich darüber hinaus eine Optimierung von Angeboten und Ressourceneinsatz erreichen ließe. Für beides biete der IT-Planungsrat eine hervorragende gemeinsame Plattform, auf der Länder wie Hessen und Rheinland-Pfalz noch besser als früher kooperieren könnten.

Westerfeld, Häfern, Maier diskutieren mobiles Government.
Westerfeld, Häfern, Maier diskutieren mobiles Government.


Zum Abschluss des ersten Messetages kam noch prominenter Besuch aus der Medizin- und Sportwelt. Gemeinsame mit Prof. Dr. Kurt Marquardt und Prof. Dr. Bernd Griewing von der Uniklinik Gießen besuchten Nia Künzer, Thomas Helmer und Dr. Markus Merk den Hessenstand. Zusammen diskutierten sie die Notwendigkeit von telemedizinischen Ansätzen in der Notfallversorgung von Schlaganfallpatienten. Denn „Time is Brain“, wie Markquardt betonte: Je schneller die Diagnose gestellt und die Therapie eingeleitet werden könne, desto weniger Todesfälle oder Schädigungen gebe es.  Durch die Optimierung der Kommunikationskette von Rettungsärzten über Krankenwagen bis hin in das Krankenhaus ließen sich viele Folgeschäden vermeiden. Traditionell wurden am Ende der Runde noch einige Fußbälle mit Autogrammen der Sportler verlost. Eine der Fragen lautete, welcher Fußballverein heute an dritter Position der Frauenfußball-Bundesliga steht. Hätten Sie’s gewusst?
 
Sportprominenz am Hessenstand: Dr. Markus Merk, Nia Künzer und Thomas Helmer.
Sportprominenz am Hessenstand: Dr. Markus Merk, Nia Künzer und Thomas Helmer.


Downloads zum Thema:
CeBIT-Programm_2011.pdf
Produktbroschuere_2011.pdf

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