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Neue Ressourcen entwickeln und umsetzen

Tag drei der Cebit 2012 startet für Hessen thematisch mit der Entwicklung „Erneuerbarer Energien“. Das Land Hessen, insbesondere die Region Mittelhessen, nimmt hier eine Vorreiterposition ein. Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (Regierungspräsidium Gießen) stellte heute Morgen im Forum Public Sector Parc seine ehrgeizigen Ziele in Sachen „Erneuerbare Energien“ vor.

Regierungspräsident von Gießen, Dr. Lars Witteck Regierungspräsident von Gießen, Dr. Lars Witteck

Bis 2020 soll Mittelhessen demnach mindestens ein Drittel seines Bedarfs durch „Erneuerbarer Energien“ decken, bis 2050 sollen gar 100 Prozent erreicht werden. Witteck betonte, dass es wichtig sei die Bürgerinnen und Bürger einzubinden und die Entwicklung von Windkraft, Geothermie und Co transparent zu gestalten. Die Wertschöpfung solle sich möglichst vor Ort generieren. In derzeit einmaliger Weise nimmt der Regierungsbezirk Gießen den einzelnen Regionen Planungskosten ab, indem detaillierte Potentialkarten zur Verfügung gestellt werden. Wer der URL zum Potentialrechner des Energieportals Mittelhessen folgt (http://www.energieportal-mittelhessen.de/potenzialrechner.html) kann auf spielerische Weise erleben, welche Möglichkeiten Regenerativer Energie in der eigenen Region schlummern.

Potenzialrechner Energieportal Mittelhessen

Mit starken Lösungen punktet das Land Hessen in Sachen Cybersicherheit.  Viktor Jurk (HMdIS) befragte heute im Forum Public Sector Parc in der Halle 7 Caroline Neufert (Bearing Point), Prof. Dr. Frank Fiedrich (Uni Wuppertal), Dr. Michael Kreutzer (TU Darmstadt), Dr. Drott (DB AG), und Dr. Bräunlein (HMdIS) zu den neusten Bedrohungen in diesem Sektor. Sogenannte kritische Infrastrukturen (KRITIS) wurden in Beziehung gesetzt zu Cloud Computing und der wachsenden Vernetzung von beruflich und privat genutzter Informations- und Kommunikationstechnik. 
 
Dr. Bräunlein, Prof. Dr. Frank Fiedrich, Caroline Neufert, Dr. Matthias Drodt, Dr. Michael Kreutzer, Viktor Jurk (v.l.n.r.)
Dr. Bräunlein, Prof. Dr. Frank Fiedrich, Caroline Neufert, Dr. Matthias Drodt, Dr. Michael Kreutzer, Viktor Jurk (v.l.n.r.)

Panikmache, so die wissenschaftliche als auch privatwirtschaftliche Meinung, ist jedoch fehl am Platze. Entscheidend, da sind sich alle Redner einig, ist die Sensibilisierung aller Beteiligten. Das Produkt „Sicherheit“ darf nicht zur Barriere für Anwender und Anwendung sein. Vorbildlich gelingt dem Land Hessen in diesem Zusammenhang die Integration des administrativen Stabs in das übergeordnete Krisenmanagement.

„Das sieht robust aus“, so der Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann am Hessenstand. Gemeint war das Gemeinschaftsprojekt NeFa. Die in Zusammenarbeit von Niedersachsen und Hessen entwickelte Justizsoftware unterstützt die Richterinnen und Richter an ihrem Arbeitsplatz und ermöglicht die Integration von weiteren eJustice-Funktionalitäten. Der Startschuss für die Pilotphase des Projekts in den Landgerichten Hildesheim und Kassel fällt am Freitag auf der Bühne des Forum Public Sector Parcs. Außerdem ließ Busemann sich weiter zu den Möglichkeiten der elektronischen Aufenthaltsüberwachung per GPS informieren.
Unter Federführung Hessens engagieren sich alle anderen Bundesländer beispielhaft. Mit dem Tragen der „Fußfessel“ werden entlassene Straftäter angewiesen, die für eine elektronische Aufenthaltsüberwachung erforderlichen Mittel ständig in betriebsbereitem Zustand bei sich zu führen und deren Funktionsfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.
Die technische Betreuung leistet die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD). Höchste Sicherheit, Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit sind dafür Grundvoraussetzungen. Die fachliche Beurteilung bei z.B. Verbotszonenverletzungen erfolgt durch die gemeinsame elektronische Überwachungsstelle der Länder in Hessen. Notwendige weitere hoheitliche Maßnahmen werden dann z. B. durch die Polizei getroffen.
 
Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann, Herr Thomas Kruza sowie Herr Holger Sanio (v.l.n.r.)
Niedersächsische Justizminister Bernd Busemann, Herr Thomas Kruza sowie Herr Holger Sanio (v.l.n.r.)

Ministerpräsident Kurt Beck besucht den Gemeinschaftsstand von Hessen und Rheinland-Pfalz und informiert sich über die gezeigten Exponate.

Ministerpräsident Kurt Beck Ministerpräsident Kurt Beck

Staatssekretär Franz Pschierer (CIO Bayern) lässt sich zunächst von Frau Ulrike Kiesche (Hessisches Ministerium der Justiz) den Kassenautomat der Hessischen Justiz die Bargeldzahlungen erläutern. Ob es die Gebühr für einen Kirchenaustritt, eine Testamentshinterlegung, der Vorschuss für eine Klage, die Zahlung einer Geldstrafe oder die Auszahlung einer Zeugenentschädigung ist, der Kassenautomat bei Hessischen Gerichten kann alles abwickeln. Alle Bezahlvorgänge, die bisher am Zahlschalter in einem Amtsgericht getätigt wurden, werden vom Kassenautomaten übernommen. Im Gegensatz zum Zahlschalter ist der Kassenautomat rund um die Uhr in Betrieb. Zahlungen können während der gesamten Öffnungszeit des Gerichtes getätigt werden. 
 
Staatssekretär Franz Pschierer mit Ulrike Kiesche (HMdJ)
Staatssekretär Franz Pschierer mit Frau Ulrike Kiesche

Anschließend bringt CIO Westerfeld Herrn Staatssekretär Franz Pschierer das hessische Thema Virtualisierung in der Landesverwaltung, am Beispiel der Justiz, näher. Die heute verfügbaren Technologien erlauben eine verstärkte Zentralisierung der IT-Services. Nicht zuletzt aus Kostengründen sucht die  Landesverwaltung verstärkt nach entsprechenden Möglichkeiten und liegt dabei ganz im Trend der Zeit. „Cloud Computing“ ist gegenwärtig in aller Munde, ein Schwerpunktthema auf der diesjährigen CeBIT und damit natürlich auch ein Thema für die hessische Landesverwaltung. Die Umsetzung dieser Innovation erfolgt durch den zentralen hessischen IT-Dienstleister HZD. Ihre Aufgabe besteht darin die Rechenleistungen zu zentralisieren und dabei die Qualität zu steigern und die Kosten zu senken.

CIO Pschierer, CIO Westerfeld, Marcus Milas (Technischer Direktor der HZD), Matthias Steller (HZD) (v.l.n.r.)
CIO Pschierer, CIO Westerfeld, Marcus Milas (Technischer Direktor der HZD), Matthias Steller (HZD) (v.l.)

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