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Impressionen 3. Messetag (4. März 2010)

Staatssekretär Dr. Stefan Birkner vom Umweltministerium NiedersachsenHessische Lösungen rund um Geodaten standen am dritten CeBIT-Tag hoch im Kurs. Staatssekretär Dr. Stefan Birkner vom Umweltministerium Niedersachsen ließ sich die Vorzüge des Hessischen Naturschutzinformationssystems NATUREG erläutern. Hinter dem Projekt verbirgt sich Folgendes: Viele Informationen rund um den Naturschutz sind in Form von Geodaten erhältlich. Dazu gehören zum Beispiel digitale Karten, in denen Biotope oder andere Schutzgebiete verzeichnet sind, oder aber Informationen zu bedrohten Tierarten. Da mehrere Behörden mit den Belangen des Naturschutzes befasst sind – Umweltministerium, Regierungspräsidien und der Landesbetrieb Hessen-Forst – sind entsprechend auch die Geodaten über diese Behörden verteilt. Über die Anwendung NATUREG stehen diese nun sowohl Behördenmitarbeitern als auch Unternehmen und Bürgern an zentraler Stelle zur Verfügung. Ein so genannter Viewer macht es möglich, all diese Geodaten miteinander zu verknüpfen und in Form einer digitalen Karte darzustellen. Großer Vorteil für die Anwender ist, dass ihnen die Informationen jederzeit online über ein System zur Verfügung stehen, das intuitiv zu bedienen ist. Für die Behörden heißt das, dass sie bei vielen Standardanfragen einfach auf NATUREG verweisen können und ihre Mitarbeiter dadurch entlasten. Die erste Version des NATUREG-Viewers stellt Hessen in diesem Jahr auf der CeBIT vor. Diese soll nun konsequent weiter ausgebaut werden.

Türkische Delegation bei der GDI-HessenDie Geodateninfrastruktur Hessen (GDI-Hessen) ermöglicht der Landesverwaltung, die Geodaten (z. B. Daten des Liegenschaftskatasters) besser nutzbar zu machen, zum Beispiel im Rahmen von NATUREG. Alle hessischen Geodaten sollen durch Schnittstellen und standardisierte Dienste miteinander kombinierbar sein und den Nachfragern – Wirtschaft, Bürger, Verwaltung – schnell und unkompliziert zur Verfügung stehen. Um die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu koordinieren, hat Hessen eigens eine Kompetenzstelle für Geoinformation bei der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) eingerichtet. Mittlerweile stellt die GDI-Hessen bereit:

  • das Geoportal Hessen als zentralen Zugangspunkt zu den Geodaten
  • den Geodatenkatalog als zentrales Recherchewerkzeug
  • den Hessenviewer zur Darstellung der Daten
  • das Shopsystem „Geodaten online“ zum Herunterladen und Erwerb der Geodaten.

Dieses umfassende Konzept und dessen Umsetzung begeisterte auch eine türkische Delegation – bestehend aus Vertretern des Ministeriums für Bauwesen und Siedlungsbau sowie Vertretern der Kataster- und Grundbuchverwaltung – die sich auf der CeBIT diese Ergebnisse der GDI-Hessen vorstellen ließ.

Roundtable Change- und Akzeptanzmanagement bei der DMS-EinführungAuf der Hessenbühne diskutierten Vertreter aus Verwaltung und Industrie wie mit Change- und Akzeptanzmanagement eine erfolgreiche Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) gelingt – unter Moderation von Dr. Anja Syring, Leiterin Produktmanagement DMS Hessen. Bernhard Schwarz, Projektleiter des DMS IT-Innovationszentrums Saarland, berichtete von seinen Erfahrungen mit der DMS-Einführung in der saarländischen Verwaltung. Das Pilotprojekt startete im saarländischen Justizministerium unter Leitung des Staatssekretärs. Die Erfolgspfeiler beschreibt Bernhard Schwarz so: „Wir haben ein Standardsystem für alle Anwender in der Landesbehörde verwendet, die Führung von Anfang an mit an Bord gehabt und uns Zeit für die Schulung der Anwender genommen.“ Und wie gelang die DMS-Einführung bei der Hessischen Justiz? „Mit eRV OWi hatten wir bereits ein elektronisches Fachverfahren zur Bearbeitung von Strafsachen. Dieses haben wir dann ab 2007 mit dem DMS-System als Vorgangsbearbeitung gekoppelt und so bundesweit die erste vollelektronische Gerichtsakte in Straßenverkehrsordnungswidrigkeiten realisiert“, sagte Ingrid Richter von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und Projektleiterin eRV OWi. Jürgen Schwarz von IBM, Leiter Global Business Services DMS im öffentlichen Dienst, agiert oft als außenstehender Begleiter bei der DMS-Einführung und weiß: „Eine überlegte Einführungsstrategie ist das A und O. Dabei müssen nicht nur die Prozesse und die Technik berücksichtigt werden, sondern auch das Akzeptanzmanagement bei den Mitarbeitern.“ Das konnte Bernhard Schwarz bestätigen: „DMS war anfangs ein Unwort bei den Mitarbeitern. Es war wichtig, sie zu schulen und ihnen den Mehrwert zu erklären.“ Dabei ist laut dem Projektleiter des DMS IT-Innovationszentrums Saarland auch das Erwartungsmanagement wichtig. So wurde den Mitarbeitern auch deutlich gemacht, dass sich der Mehrwert nicht am ersten Tag, sondern vermutlich erst nach zwei bis drei Monaten einstellt. Um den Nutzen und die Projektziele für alle Betroffenen greifbar zu machen, wurde unter Mitwirkung des Staatssekretärs sowie der Projektbeteiligten ein Film produziert und an die Mitarbeiter verbreitet. Außerdem gab es einen großen Kick-off, um den Stellenwert des Projektes zu verdeutlichen. In der Hessischen Justiz hat man für die DMS-Einführung ein Team zusammengestellt – aus Behördenleitern und betroffenen Mitarbeitern, berichtete Ingrid Richter. Auch jetzt legt man noch großen Wert auf Kontakt mit den Mitarbeitern. Bei der Gerichtsakte sei es wichtig, dass die digitale Aktenbearbeitung in ihrer Anwendung der Papierform ähnlich ist. Die Akzeptanz bei den Richtern sei gut: Die Verteidiger würden schon seit Jahren mit dem Laptop zum Gericht kommen, nun begegnen ihnen die Richter auf Augenhöhe. Zahlen sich ein Change- und Akzeptanzmanagement also aus? „Qualitativ lohnt es sich absolut“, so Jürgen Schwarz. Eine von IBM in Kooperation mit der Universität Bonn durchgeführte Studie habe gezeigt, dass Unternehmen, die viel in die Begleitung der organisatorischen Veränderungsprozesse und ein gezieltes Akzeptanzmanagement investieren auch mehr erfolgreiche Projekte abschließen.

Treffen der beiden ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke und Ulrick Künkel mit Angelika Gifford, Direktorin Public Sector von Microsoft in DeutschlandRoundtable VEMAGSNoch einmal um die Behördenrufnummer D115 ging es bei einem Treffen der beiden ekom21-Geschäftsführer Bertram Huke und Ulrick Künkel mit Angelika Gifford, Direktorin Public Sector von Microsoft in Deutschland. In Hessen arbeiten die Städte Frankfurt, Offenbach und Kassel in Sachen Behördenrufnummer D115 eng zusammen und setzen eine CRM-Software von Microsoft für das kommunale Fallmanagement ein. Die ekom21 unterstützt die Städte bei der Umsetzung. Die beiden Unternehmen nutzten das Gespräch auf der CeBIT, um weitere Schritte der Kooperation zu besprechen.

Thema des zweiten Roundtables am dritten Messetag war VEMAGS – das internetbasierte Online-Genehmigungsverfahren für Großraum- und Schwertransporte Die Moderation übernahm Thilo Staudt, Leiter des VEMAGS-Bundesprojektbüros. Seit Betriebsstart im dritten Quartal 2007 wurden bundesweit mehr als 300.000 Anträge von rund 3.000 Antragstellern bei über 1.100 Behörden gestellt. „Ziel von VEMAGS ist es, einen verkehrssicheren Transport zu gewährleisten – ohne Staus zu verursachen und Bauwerke zu gefährden“, erklärte Marcus Sütterlin, Bundesprojektleiter VEMAGS vom Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen. Und welche Vorteile bietet die Anwendung? „Bei uns haben noch vor wenigen Jahren die Faxe geglüht, als es in Deutschland noch 16 Einzellösungen für dieses Genehmigungsverfahren gab, die alle nicht IT-basiert waren. Auch die Pflege unserer 800 Behörden umfassenden Datei war sehr zeitintensiv. Mit VEMAGS wurde nun eine zentrale und internetbasierte Lösung geschaffen“, berichtete Wolfgang Gräßler, Landesbeauftragter VEMAGS Brandenburg. Wie Brandenburg ist auch Niedersachsen ein Transitland. „Noch arbeiten nicht alle Behörden in Niedersachen mit VEMAGS. Es kommen aber sukzessive weitere hinzu, denn viele haben erkannt, dass sie auf diese Weise Ressourcen einsparen können“, sagte Frank Sternagel, Landesbeauftragter VEMAGS Niedersachsen. Mit kostenlosen Schulungen für Sachbearbeiter unterstützt das Land den Umstieg auf VEMAGS. Die Projektumsetzung ging schnell: 2004 war das Fachverfahren erarbeitet, 2006 saßen alle Projektpartner zusammen an einem Tisch und im August 2007 ging es schon los. „Viele haben gedacht, dass ein so straffer Projektplan nicht zu schaffen ist“, erzählte Marianne Utendorf von MUT consult, dem VEMAGS-Projektmanagement-Partner. Doch es gelang: Die Vertreter der 16 Bundesländer trafen sich regelmäßig, um den Status und angefallene Probleme gemeinsam zu besprechen und zu lösen. Inzwischen wird das System in allen 16 Bundesländern auf allen föderalen Verwaltungsebenen genutzt und steht Antragstellern aus dem In- und Ausland bundesweit zur Verfügung.

Die CIOs der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Innenstaatssekretär Karl Peter Brendel und Ministerialdirektor Jürgen HäfnerHessen-CIO Horst Westerfeld mit dem neuen österreichischen Sektionschef für IT und Kommunikation, Dr. Gerhard PoppDie beiden CIOs der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Innenstaatssekretär Karl Peter Brendel und Ministerialdirektor Jürgen Häfner, trafen sich heute auf dem Hessenstand mit Cisco Systems. Das Unternehmen ist einer der Partner Hessens bei der Etablierung moderner Kommunikationsinfrastrukturen. Willi Kaczorowski, Ansprechpartner für Projekte im Public Sector bei Cisco, besprach mit den beiden CIOs, wie Verwaltungen ihre Abläufe durch Kollaborationslösungen, Breitbandinternet und Echtzeit-Kommunikation verbessern können.

Zu einem persönlichen Kennenlernen traf sich Hessen-CIO Horst Westerfeld mit dem neuen österreichischen Sektionschef für IT und Kommunikation, Dr. Gerhard Popp. Bei dieser Gelegenheit tauschten sie sich zur jeweiligen strategischen Ausrichtung ihrer Länder im E-Government aus. Mit vertreten war auch das Bundesrechenzentrum Österreich, und zwar in Person von Geschäftsführer Roland Jabkowski.

Crew des Hessenstandes beim CeBIT Run 2010 Abends ging die Crew des Hessenstandes beim CeBIT Run 2010 an den Start. Erkennungszeichen: Der laufende Löwe auf der Rückseite des Trikots. Der Startschuss für das hessische Dutzend und die 700 weiteren Läufer aus 15 Nationen fiel in der Halle 18. Von dort aus führte der Run auf einem 3,5-km-Rundkurs quer durch Messehallen und das Veranstaltungsgelände. Je nach Kondition konnte der Rundkurs ein bis sechs Mal durchlaufen werden.

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